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NP-Anstoß: Strunz erlaubt sich ein 96-Versprechen
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Nordkurve NP-Anstoß: Strunz erlaubt sich ein 96-Versprechen

Erster NP-Anstoß zur Rückrunde, erstklassige Besetzung. Am Mittwoch erlaubten wir uns für den Fußball-Talk in der „Nordkurve“ Thomas Strunz und Martin Kind.

Hannover. Strunz erlaubte sich wiederum keine verbalen Fehlpässe, im Gegenteil. 96 machte er mal eben zum Aufstiegsfavoriten Nummer eins. Er geht „davon aus, dass Hannover am Ende der Saison auf einem der ersten beiden Plätze steht“. Die Qualität des Kaders würde sogar „ausreichen, dass der Aufstieg schon vor dem 34. Spieltag fix ist“. Das ist quasi ein Aufstiegs-Versprechen.

Das hofft auch 96-Boss Kind. Nach dem 1:0-Wurschtelsieg gegen Kaiserslautern hatte er das Team in der Kabine besucht, um zu gratulieren. „Die Stimmung war gut. Die Spieler haben gefeiert, die Musik war laut aufgedreht – ich glaube, die brauchen später alle Hörgeräte“, witzelte Akustik-Experte Kind, der wie Anstoß-Ikone Dieter Schatzschneider froh über die drei Punkte war.
„Wir sind Tabellenführer! Immer schön, von oben zu grüßen“, findet der Ex-Torjäger, für den es aber vor allem im Sturm „krankt. Mir fehlt ein Typ da vorne drin. Harnik, Füllkrug – von den beiden Jungs muss mehr kommen!“

Foto: Sielski

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Kind hielt gegen, dass 96 eigentlich genug Offensivkräfte im Kader hätte. Ein Grund, warum der Verein das offene Winter-Transferfenster ungenutzt ließ: die schlechte Erfahrung aus 2016. „Der Monat Januar ist extrem schwierig für Transfers“, gab Kind zu. Strunz sprang ihm bei. „Genau richtig, in der Winterpause nichts zu machen.“ NP-Experte Andreas Willeke sah es anders. „Es gab Bedarf. Rechter und linker Verteidiger, defensives Mittelfeld – man hätte was tun können.“ Doch Kind will nicht allzu kritisch mit seinem Team umgehen. „Wir sind Erster – da immer alles infrage zu stellen, ist nicht seriös.“ Er weiß aber auch: „Wenn wir aufsteigen wollen, müssen wir uns steigern.“

Ex-Europameister Strunz, der nebenbei Berater von Edgar Prib und Felix Klaus ist, kennt die „Stimmungslage im Team“, alle seien „total fokussiert“ auf das Ziel Aufstieg. Na dann, kann ja nichts mehr schief gehen.
Zumal Kind neuerdings mit Gerhard Schröder den Ex-Kanzler im Aufsichtsrat sitzen hat. „Ich erwarte alles von ihm, er liebt und lebt Hannover und 96.“ Kind äußerte Unverständnis über die aufflammende Diskussion, dass 96 ihm durch die Umstrukturierungen jetzt komplett gehöre. „Ich hatte doch auch so schon die Mehrheit bei 96. Es ist eine Frage der Optik, wie man da jetzt drauf schaut.“ Kind betonte erneut: „Ich arbeite ehrenamtlich für den Verein – und habe sogar noch Geld gegeben.“ .

Aktuell hat 96 am Freitag Greuther Fürth vor der Brust, kommenden Mittwoch geht’s im Pokal gegen Eintracht Frankfurt. Sämtliche Talk-Gäste tippten auf jeweils knappe Sieg für Hannover. Kind hat ohnehin schon eine Erfolgs-Garantie. Kapitän Manuel Schmiedebach habe ihm kurz vor Weihnachten versprochen: „Lieber Herr Kind, wir steigen auf. Wir kommen ins Pokalfinale – und da gewinnen wir!“

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