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Neururer wettet auf 96-Aufstieg
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Anstoss Neururer wettet auf 96-Aufstieg

Es war wie eine Rückkehr nach Hause. Peter Neururer, der zweimalige 96-Trainer, fühlte sich beim Anstoß, dem 96-Talk in der „Nordkurve“, gleich wieder daheim.

Gesprächige Runde (von links): Dieter Schatzschneider, Stefan Mertesacker, Christoph Dannowski, Peter Neururer und Andreas Willecke.

Hannover. „Hier war doch früher der Chinese“, erinnerte sich Neururer. Die Expertenrunde sprach hochdeutsch über die Aufstiegschancen
von 96 und das verlorene Pokalspiel gegen Frankfurt. „Jede Wette, 96 steigt auf“, sagte Neururer, „und ich habe noch nie eine Wette verloren.“ Und jede Wette, später würde Neururer auch die Anekdote seines letzten Gesprächs mit 96 erzählen.

Foto: Sielski

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Die 96-Wette konnte Neururer auch begründen: „Der VfB Stuttgart ist noch einen Tick besser aufgestellt, dann kommt 96 und dann ein Riesenloch.“ Eventuell, sagte Neururer, „kommt danach der Verein, über den man hier nicht spricht“. Braunschweig habe Außenseiterchancen.
Dennoch gab es Kritik an 96 und vor allem der Leistung in Fürth. „Das war gar nichts“, sagte Dieter Schatzschneider zu dem 1:4. Die Sturm-Ikone ärgerte sich vor allem über die beiden Außenverteidiger: „Da haben wir Probleme, auch wenn man gemeint hat, da brauchen wir keine Verstärkungen.“

Neururer hatte beim Pokal-Aus gegen Frankfurt Defizite gesehen: „Da sieht man, dass gegen einen Bundesligisten solche Fehler bestraft werden.“ 96 müsse im Falle des Aufstiegs „sehen, wie man sich verstärkt“.
Per Mertesacker wird nicht die Verstärkung für 96 sein. Sein Papa Stefan war gerade wieder in London, wie jeden Monat einmal: „Per wird seine Karriere wohl in England beenden. Sein Herz hängt an 96, er verfolgt alles, klar.“ Dem Papa ist aber in Fürth aufgefallen, dass „da alles gefehlt hat an Wille und Leidenschaft“.

Neururer scheint Zweifel
zu haben, dass bei 96 im Hintergrund die richtigen Leute arbeiten. Er beklagte sich darüber, dass „mein Freund Michael Krüger in der Reserve junge Spieler nach oben bringt, die jetzt zum Stamm gehören, und er dann gehen muss. Da läuft was nicht richtig. Da verliert 96 gute Leute.“

Bei den letzten Verhandlungen 2015 mit 96 hatte Neururer fast seinen Glauben verloren: „Hab ich noch nicht erlebt.“ Er verriet Details der Gespräche bis zur Abfolge der Telefonate mit Manager Dirk Dufner, einem Zwischenstopp an der Raststätte Garbsen und dem Medienrummel, als er mit dem Porsche vorfuhr. „Das hat jemand den Medien gesteckt, damit ich nicht Trainer werde“, glaubt er, „ich hatte im Übrigen schon meine Trainingssachen dabei. Die liegen, glaube ich, jetzt noch im Auto.“ 96-Boss Martin Kind nimmt Neururer von jeder Kritik aus.

Die Runde machte viel Spaß, und Neururer kam bei seinem Rundumschlag Richtung Bochum („Der Verein ist toll, mit den Leuten will ich nichts mehr zu tun haben“) wieder zu 96 zurück. Trainer Daniel Stendel „hat Glück, dass er eine Mannschaft hat, mit der er aufsteigen muss. Das wird kein Selbstläufer, aber ich hoffe, dass 96 aufsteigt“.
Gewettet hatte der volksnahe Zweitliga-TV-Experte „Peda“ ja bereits darauf. Schatzschneider fühlte sich angespornt bei seinem Tipp für das Bochum-Spiel: „Da platzt der Knoten bei uns – 5:1.“

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