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Region Hannover: Experten raten zur Zecken-Impfung
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Gesundheit Region Hannover: Experten raten zur Zecken-Impfung

Sie sind klein und können gefährlich sein: Es ist wieder Zeckenzeit. Ein Biss ist, wenn nicht rechtzeitig reagiert wird, hochgefährlich. Besonders brutal: Eine Hirnhautentzündung. Doch hier kann eine Impfung helfen, erklärten gestern Mediziner in Hannover.

Kleine Biester, grosse Wirkung: Wenn es schlecht läuft, führt ein Zeckenbiss sogar zur Lähmung.
 

Quelle: Foto: dpa

Hannover.  Sie sind ungefähr so beliebt wie widerborstige Schwiegermütter – gleichzeitig aber noch gefährlicher: Zecken! Diese Tiere können neben der Borreliose auch eine Frühsommerhirnhaut- und Hirnentzündung (FSME) übertragen, die schwere Komplikationen haben kann. Im schlimmsten Fall kommt es zur Lähmung. Am Freitag empfahlen Experten vom Niedersächsischen Landesgesundheitsamt, von der Universität Göttingen und vom Gesundheitsamt der Region Hannover deshalb die Impfung, die vor FSME schützt.

Niedersachsen ist zwar kein ausgewiesenes Risikogebiet. Gerade im Sommer sind aber viele Menschen ohnehin in weiteren Sphären unterwegs. Neben vielen Ländern Mittel- und Osteuropas gibt es insbesondere in Süddeutschland ein hohes Risiko, sich bei einem Zeckenstich mit FSME zu infizieren. „Aber auch in Niedersachsen werden immer wieder FSME-Erkrankungen registriert, im Jahr 2016 insgesamt elf Fälle“, berichtete Masyar Monazahian vom Niedersächsischen Landesgesundheitsamt.

Erkrankt man an einer FSME, treten nach einer Inkubationszeit von rund sieben bis 14 Tagen zunächst Symptome auf, die vergleichbar mit einem grippalen Infekt sind. Dazu gehören Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen und ein starkes Krankheitsgefühl.

„Um einen sicheren Schutz zu erreichen, sind mindestens zwei Impfungen im Abstand von zwei Wochen notwendig“, sagt Mustafa Yilmaz, Leiter des Fachbereichs Gesundheit der Region Hannover. Nach diesen zwei Impfungen besteht bereits ein Schutz, allerdings nur etwa ein Jahr. Nach einer dritten Impfung, hält der Schutz dann mindestens drei Jahre.

Von Sebastian Scherer

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