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Niedersachsen beschleunigt Ausstieg aus Torfabbau
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Umweltpolitik Niedersachsen beschleunigt Ausstieg aus Torfabbau

In Niedersachsen soll nach dem Willen der Landesregierung vollständig mit dem Torfabbau aufgehört werden. Ziel ist es, den Klimaschutz zu stärken. Die Moorflächen sollen künftig als natürliche CO2-Speicher genutzt werden.

Agrarminister Christian Meyer.

Quelle: Holger Hollemann/Archiv

Hannover. Das geht aus dem neuen Landesraumordnungsprogramm hervor, das Agrarminister Christian Meyer (Grüne) am Dienstag in Hannover vorgestellt hat. "Was wir jetzt als erstes Bundesland haben, sind natürliche CO2-Speicher", sagte der Minister.

Bisher stammen mehr als 95 Prozent des in Deutschland abgebauten Torfes aus Niedersachsen. Die für den Torfabbau vorgesehenen Flächen sollen nun zunächst von 21 000 Hektar auf 3500 Hektar verringert werden, mittelfristig ist ein komplettes Aus geplant. Für den weiteren Abbau gibt es Auflagen, so müssen etwa Ausgleichsflächen bereit gestellt werden.

Die Änderungen wurden nach dreijährigen Beratungen vom Kabinett beschlossen. Sie erschweren auch den Bau von Kohlekraftwerken und einen früher lange Zeit diskutierten Ausbau von Gorleben als atomares Endlager. "Wir streichen erstmalig den Standort Gorleben als Endlager in Deutschland, das hat planungsrechtliche Konsequenz", sagte Meyer.

dpa

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