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Braunschweig will mit Sieg Selbstvertrauen tanken
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Fußball Braunschweig will mit Sieg Selbstvertrauen tanken

Geht da doch noch was? Die Ausgangslage ist schlecht, doch ganz aufgeben wollen sich die Braunschweiger noch nicht. Schließlich kann an einem 34. Spieltag alles passieren. Wichtiger ist es aber, für die wahrscheinliche Relegation Selbstvertrauen zu tanken.

Braunschweigs Phil Ofosu-Ayeh.

Quelle: Peter Steffen/Archiv

Braunschweig. Die Chance auf den direkten Aufstieg ist nach dem 0:6-Blackout in Bielefeld vor einer Woche nur noch minimal. Doch die Zweitliga-Fußballer von Eintracht Braunschweig wollen sich zumindest nicht vorwerfen lassen, nicht alles versucht zu haben. "Am letzten Spieltag können die kuriosesten Dinge passieren", sagte Braunschweigs Trainer Torsten Lieberknecht am Freitag. Und ergänzte: "Wir wollen darauf vorbereitet sein."

Ziel ist deshalb am Sonntag (15.30 Uhr/Sky) ein klarer Sieg gegen den bereits als Absteiger feststehenden Karlsruher SC. Dass damit noch der Sprung auf Platz zwei gelingt, weil Hannover 96 in Sandhausen verliert und Braunschweig insgesamt drei Punkte und sechs Tore auf den Erzrivalen aufholt - daran glauben sie in Braunschweig aber selbst nicht mehr wirklich. "Ich gehe davon aus, dass wir noch drei Endspiele haben", sagte Lieberknecht mit Blick auf die wahrscheinlich zusätzlich noch anstehenden zwei Partien in der Relegation.

Das Debakel von Bielefeld haben sie bei der Eintracht langsam aus den Köpfen verdrängt. "Von Tag zu Tag, von Minute zu Minute ist es uns gelungen, das abzuschütteln", berichtete Lieberknecht. Eine Erklärung für das Geschehene hat er auch eine Woche danach noch nicht, aber darauf kommt es inzwischen auch nicht mehr an. "Es gilt nach vorne zu blicken, wir können noch alles erreichen."

Gegen den KSC müssen die Niedersachsen auf Phil Ofosu-Ayeh und Joseph Baffo verzichten. Ofosu-Ayeh fehlt weiter wegen einer Knieverletzung, Baffo wird nach Adduktorenbeschwerden nicht rechtzeitig fit. Wieder zur Verfügung steht hingegen Maximilian Sauer, der seine Sprunggelenkverletzung schneller als erwartet auskuriert hat.

Die Stimmung in der Stadt sei inzwischen wieder positiver, hat der Coach ausgemacht. Überall werde ihm und den Spielern Mut gemacht, schließlich kann sich schon jetzt sehen lassen, was die Mannschaft erreicht hat. "Wir spielen dir drittbeste Zweitliga-Saison in der Vereinsgeschichte", betonte Lieberknecht.

Doch zufrieden geben wollen sich die Gelb-Blauen damit nicht. Gegen den KSC soll neues Selbstvertrauen getankt werden, in der Relegation dann womöglich gegen den Lokalrivalen VfL Wolfsburg der Traum vom Aufstieg doch noch wahr werden.

Gegen Karlsruhe bemühen die Braunschweiger dafür noch einmal den Blick in die Historie. 50 Jahre ist die deutsche Meisterschaft her, am Sonntag soll sie mit einer riesigen Choreographie gefeiert werden. Auch die Meister-Mannschaft von damals wird da sein. Der Rahmen passt also. Ob das für ein Fußball-Wunder reicht, ist allerdings fraglich.

dpa

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